Brno-Business-Board

Die Businesscommunity für Brno/Brünn und Morava/Mähren

Shopping Center-Entwicklung in CEE: Die Ruhe nach dem Sturm

Die Finanzkrise ist längst in Osteuropa angekommen. Die Investoren und Projektentwickler scheinen die Luft angehalten zu haben, denn derzeit liegen viele Projekte auf Eis. Der Shopping Center Boom der letzten 2-3 Jahre hat deutlich an Tempo verloren, aber nur 10 Prozent der Projekte werden tatsächlich eingestellt. Der überwiegende Teil der geplanten Handelsprojekte wird lediglich verschoben, wie eine aktuelle Studie von RegioPlan Consulting in 17 Ländern Ost- und Südosteuropas ergeben hat.

Es kommt zur Marktbereinigung

Vor der Finanzkrise war enorm viel Geld vorhanden, das veranlagt werden wollte, daher sind viele Projekte in die Pipeline gekommen, darunter auch schlechte. Viele Investoren und Entwickler realisierten und finanzierten was ging, aber nicht unbedingt was sinnvoll war. Nach der Finanzkrise ist einiges
anders, das Geld sitzt definitiv nicht mehr so locker. Vor allem schwächere Projekte bleiben dabei auf der Strecke. Es kommt also zu einer Marktbereinigung, die aus der Vogelperspektive betrachtet grundsätzlich gut ist, da dadurch bestehende Strukturen gestärkt werden.

Nicht alle in einen Topf werfen!

Osteuropa ist nicht ein Markt, wie es internationale Investoren gerne vereinfacht sehen, es sind 17 verschiedene Märkte, die sich zum Teil deutlich unterscheiden. Auch innerhalb der Länder gibt es große regionale Disparitäten.

"In entwickelten Märkten mit einer stabilen Handelsstruktur wie Tschechien oder Slowakei wird die Krise weniger Spuren hinterlassen als etwa in Rumänien, Bulgarien oder der Ukraine."

Viele Projekte stehen still

Alle warten - Investoren, Entwickler, Händler - dass der Motor wieder anläuft. Denn derzeit passiert nicht viel. Vor allem in der Ukraine, Rumänien, Bulgarien und Russland sind zahlreiche Projekte on hold. Besonders betroffen sind jene, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Vor Kurzem war das noch ganz anders: Es gab viel Geld und damit viel Projekte. Dem Investitionsboom folgte der Bauboom: immer schneller, immer größer, immer mehr. Das hat sich jetzt schlagartig geändert. Der derzeitige Stillstand bedeutet jedoch nicht, dass gar nichts mehr geplant wird. DI Wolfgang Richter, Geschäftsführer des Standortberaters und Handelsexperten RegioPlan Consulting schätzt, dass nicht mehr als 10 Prozent der Projekte tatsächlich eingestellt werden, der Rest wird vertagt, auf 2, 3, 4 Jahre und idealerweise überarbeitet und optimiert. Es ist also noch genug Dynamik da, nur etwas verschoben.

Seitenaufrufe: 9

Kommentar

Sie müssen Mitglied von Brno-Business-Board sein, um Kommentare hinzuzufügen!

Mitglied werden Brno-Business-Board

Promotion

Die Lektoren. Lektorat und Korrektorat von deutschsprachigen Texten

Währungskurs vom Tag:

Immer bestens Informiert mit dem b-b-b-Newsletter

Anrede:
Vorname:
Name:
E-Mail:


Events



© 2022   Erstellt von Franz Reinthaler.   Powered by

Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen